Förderunterricht bei Dyskalkulie

Ihr Kind kann mit Zahlen nichts anfangen? Mit gezieltem Förderunterricht bekommen wir das gemeinsam in den Griff!

Zahlen verdreht, Mengen falsch eingeschätzt, Rechenwege bleiben ein Rätsel – wenn Kinder mit Mathematik hadern, ist das für Familien oft belastend. Eltern erleben ihre Kinder als motiviert, wissbegierig – doch sobald es um Mathe geht, macht der Kopf zu. Hausaufgaben ziehen sich, Tränen fließen, das Selbstbewusstsein leidet.

Bei Lernfix nehmen wir diese Sorgen ernst. Wir wissen aus Erfahrung: Eine Rechenschwäche (Dyskalkulie) bedeutet nicht, dass ein Kind „einfach schlecht in Mathe“ ist. Es fehlt am grundlegenden Verständnis für Zahlen, Größen und Mengen –genau hier setzen wir an.

Mit individueller Förderung, einem wissenschaftlich fundierten Testverfahren und einer erfahrenen Dyskalkulie-Trainerin begleiten wir Ihr Kind auf dem Weg zu mehr Sicherheit im Rechnen und zu neuem Selbstvertrauen.

1. Was ist Dyskalkulie?

Dyskalkulie – umgangssprachlich auch Rechenschwäche genannt – ist eine spezifische Lernstörung im mathematischen Bereich. Betroffene Kinder haben Schwierigkeiten, ein grundlegendes Verständnis für Zahlen, Mengen und Rechenoperationen zu entwickeln.

Dabei handelt es sich nicht um fehlende Intelligenz oder mangelnde Anstrengung, sondern um eine tiefgreifende und oft genetisch bedingte Lernbeeinträchtigung. Ohne gezielte Förderung bauen sich Lücken auf, die langfristig auch andere Fächer und die emotionale Entwicklung beeinflussen können.

2. Ursachen für Dyskalkulie

Dyskalkulie kann verschiedene Ursachen haben, darunter:

  • Genetische Veranlagung – Rechenschwäche tritt häufig familiär gehäuft auf.
  • Neurologische Unterschiede – Bestimmte Hirnareale, die für das Zahlenverständnis zuständig sind, arbeiten anders.
  • Frühkindliche Erfahrungen – Mangelnde spielerische Erfahrungen mit Mengen, Zählen und Sortieren in der frühen Kindheit können das Zahlenverständnis hemmen.
  • Weitere Einflussfaktoren – Sprachentwicklungsstörungen, Konzentrationsprobleme z. B. AD(H)S oder emotionale Blockaden können Dyskalkulie begleiten oder verstärken.

3. Dyskalkulie erkennen

Eltern und Lehrkräfte beobachten oft ähnliche Anzeichen:

  • Rechnen mit den Fingern auch in höheren Klassen
  • Probleme beim Erfassen von Mengen oder Zahlenreihen
  • Zahlendreher (z. B. 31 statt 13), Verwechslung von Rechenzeichen
  • Schwierigkeiten mit Sachaufgaben trotz gutem Sprachverständnis
  • Große Unsicherheit bei Einmaleins-Aufgaben oder Zahlenfolgen
  • Ausgeprägte Angst oder Verweigerung bei Mathematikaufgaben

4. Was tun bei Dyskalkulie?

Wichtig ist: Früh handeln. Je früher eine gezielte Förderung einsetzt, desto besser lassen sich Grundlagen festigen und Frust vermeiden. Bei Lernfix bieten wir:

  • Individuelle Lernhilfe durch geschulte Fachkräfte
  • Gezielte Diagnostik: Unsere ausgebildete Dyskalkulie-Trainerin führt mit Ihrem Kind den Heidelberger Rechentest durch – ein standardisiertes, wissenschaftlich anerkanntes Verfahren zur Feststellung mathematischer Basiskompetenzen.
  • Wichtig: Wir stellen keine offizielle Diagnose – dies bleibt Psycholog/innen oder Fachärzt/innen vorbehalten. Unsere Testung bietet jedoch eine fundierte Einschätzung, die erste Hinweise liefert.

 

Der Heidelberger Rechentest im Überblick:

  • Altersgerechte Aufgaben für Kinder zwischen 6 und 11 Jahren
  • Erfassung zentraler Rechenfertigkeiten (Zahlverständnis, Operationsverständnis, Zahlenraum, Rechenstrategien)
  • Wissenschaftlich normiert und seit vielen Jahren erfolgreich im lerntherapeutischen Bereich eingesetzt

5. Kurztest: Liegen Hinweise auf Dyskalkulie vor?

Beantworten Sie die folgenden Fragen mit Ja oder Nein:

  1. Muss Ihr Kind bei jeder Rechenaufgabe erneut von 1 an zählen?
  2. Vertauscht es oft Zahlen (z. B. 41 statt 14)?
  3. Hat es Schwierigkeiten, zu erkennen, welche Zahl größer oder kleiner ist?
  4. Verwendet es beim Rechnen regelmäßig die Finger – auch in der dritten oder vierten Klasse?
  5. Verwechselt es Rechenzeichen (Plus/Minus)?
  6. Fällt das Einschätzen von Mengen oder das Zählen in Schritten schwer?
  7. Lernt es das Einmaleins nur sehr mühsam und ohne langfristige Sicherheit?
  8. Zeigt es auffällige Angst oder Vermeidungshaltung gegenüber Mathematik?
  9. Ist der Unterschied zwischen Kopfrechnen und schriftlichem Rechnen sehr groß?
  10. Fühlt sich Ihr Kind in Mathe dauerhaft überfordert – trotz Übung?

 

Auswertung: Wenn Sie mehr als fünf Fragen mit „Ja“ beantworten, liegen Hinweise auf eine Rechenschwäche (Dyskalkulie) vor und es wird eine ausführliche Testung empfohlen.

Wichtig: Dieser Kurztest auf Hinweise ersetzt keine professionelle Diagnose. Er dient als erste Orientierung. Gern besprechen wir mit Ihnen die nächsten Schritte und bieten eine fundierte Einschätzung durch unsere Dyskalkulie-Trainerin an.

So unterstützt Lernfix Ihr Kind

Wir bieten einen klar strukturierten Weg zur Förderung Ihres Kindes – Schritt für Schritt:

  • Beratungsgespräch mit den Eltern
  • Durchführung eines Heidelberger Rechentests mit dem Kind
  • Auswertungsgespräch mit Eltern und Kind zur Besprechung der Ergebnisse und Förderziele
  • Erstellung eines individuellen Förderplans basierend auf den Testergebnissen
  • Fördermaterialien für den maßgeschneiderte Unterricht, angepasst an den Lernstand
  • Förderung in einer kleinen Gruppe oder im Einzelunterricht, je nach Bedarf des Kindes

 

Wenn Sie vermuten, dass Ihr Kind unter einer Rechenschwäche leidet, nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Gemeinsam finden wir heraus, wie wir Ihrem Kind helfen können, Mathe zu verstehen und wieder Vertrauen in sich selbst zu gewinnen.